Dienstag, 10. November 2009

My Love





Ihre Wärme war verschwunden. Ich fühlte sie nicht mehr und doch hielt ich sie fest in meinen Armen.
Alles um mich herum war rot. Es war alles still, so dass ich nur noch mein, von Schmerz klopfendes Herz hörte. Die Sonne ging langsam unter und tauchte meine Umgebung in ein unwirkliches Licht.
Ich wollte sie nicht loslassen, aber ich wusste dass ich es bald tun musste.
Ich drückte meine Hand immer noch auf ihre Wunde, obwohl sie schon lange nicht mehr blutete. An meiner
Hand klebte dieses rote Zeug und ich fing an zu würgen, als ich den metallischen Geruch roch.
Ich schaute mich noch mal um. Die Dämmerung hatte eingesetzt.
Ich betrachtete sie ein letztes Mal. Sie wirkte wie ein Geist. Das Leben war aus ihr gewichen und hinterließ einen Hauch von Einsamkeit und Leere auf ihrem Gesicht. Ihre Augen waren geschlossen. Nie wieder würden mit ihre Augen mit den langen Wimpern ihre kristallblauen Augen preisgeben. Die mir so oft Geheimnisse entlockt hatten.
Zu viele Geheimnisse!!
Ihre einst so vollen, roten Lippen wirkten blutleer. Ihr feines Gesicht mit hohen Wangenknochen und den versteckten Grübchen war in ihrer gewellten, hellroten Haarpracht eingebettet.
Es sah aus als schliefe sie, aber sie schlief nicht und sie würde auch nie wieder aufwachen.
Ich spürte wie die Tränen meine Wangen hinunterliefen und wünschte sie schnell weg.
Es wurde langsam dunkel. Ich musste gehen und automatisch verkrampfte sich meine Körper. Ich wollte nicht gehen, aber ich musste.
Ein letztes Mal beugte ich mich über sie und fühlte ihre Lippen. Ich genoss unseren letzten Kuss. Denn es war mir egal dass sie nicht forderte, es war mir egal dass Er eiskalt war und nach Blut schmeckte. Ich genoss ihn.
Bis ich mich losriss, sie auf ihre ewiges Bett aus Blütenblättern legte und loslief.
Nicht zurück blickend.
Nicht zurück auf das Mädchen das ich geliebt hatte und nicht zurück auf das durch sie verlorene Leben

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